Lagerkoller

11.10.2014

Frischer Wind ums kranke Näschen

Herbstzeit ist Grippezeit. Ja, auch mich hat es dieses Jahr erwischt. Es ist selten, dass ich mich unfreiwillig freiwillig für ein paar Tage ins Bett lege, doch dieses Mal ging es nicht anders. Immer an meiner Seite meine treue Begleiterin Lola....

Eigentlich ist das Bett für unsere Mischlingshündin tabu. Eigentlich. Grippegeschwächt habe ich nachgegeben, als sie immer wieder schwanzwedelnd vor mir stand, ihr Frauchen in der Wohnung vermissend, in der sie ihr doch sonst immer auf Schritt und Tritt folgt!

Also gabs irgendwann das langesehnte "ok!" und "Hopp!" - und Hund war glücklich. Schmiss sich in die Kissen, entdeckte das neue Hand-Fuß-unter-Decken-Spiel, beschütze mich vor aggressiven, korpulierenden Fliegen und kuschelte sich regelmäßig gaaaaanz dicht an mich - der Länge nach das Bein entlang oder ganz zusammenrollt in "Löffelchenstellung" in Seitenlage. Drei Tage war sie damit glücklich und zufrieden... außerdem tat es ihrer Pfote gut, die vom wilden Spiel mit ihren tierischen Freunden etwas lediert war.

Doch dann kam der Morgen, an dem sie die Augen auf machte, mit einem Satz auf meinen Bauch sprang und beschloss: Genug rumgegammelt! Sie bellte mich auffordernd an. Stupste. Leckte. Gehorsam wie ich bin, folgte ich ihrer Aufforderung, quälte mich die Treppe runter und ging mit ihr zwei Schritte. Mehr ging nicht. Sie sah es ein, gab auf, drehte sich um und legte sich wieder zu mir ins Bett. Bis "Loloma" - Lolas "Oma" kam. Sie wurde angesprungen, zur Tür geschubst und die Treppe an der Leine runtergezerrt. Gassi gehen? Weit gefehlt. Zum Laufen hatte die Madame keine Lust, sie stellte sich nur vor mein Auto. Also gings zurück in die Wohnung.

Kaum wieder oben ging das Spiel von vorne los. Springen, schubsen, ziehen.... und erneut der Halt vor der hinteren Beifahrertür, die Lola immer Einlass in mein fahrbaren Untersatz ermöglicht. Dreimal. Viermal. Beim fünften Mal hatte "Loloma" genug und schnappte sich meinen Autoschlüssel.... und unternahm eine Stadt- und Landpartie mit dem Vierbeiner, der neugierig durch die leichte geöffnete Fensterscheibe schaute und sich frische Luft um die Schnauze wehen lies.

Ja, so ist das, wenn einem der Lagerkoller erwischt... nichts wie raus und wenns nicht zu Fuß geht, dann eben mit dem Auto. "Loloma" kennt das schon - wenn auch nicht mit dem Hund. Mit mir praktiziert sie es seit Jahren, wenn ich daniederliege, Hummeln im Popo habe, mir die Decke auf den Kopf fällt und ich sicher gehen muss, dass die Welt sich weiter dreht, auch wenn sie für mich in meinen vier Wänden stehen geblieben ist. "Lolomas" sind eben die Besten  - für Mensch und Hund! :-)

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